Lebenshilfe

Die Chronik des Johannes-Schrey-Hauses

Ein langer und schwieriger Weg musste beschritten werden, bis der erste Spatenstich getan werden konnte. Viele Spenden, Gespräche mit Förderern, Sponsoren sowie der Stadt Viernheim und den zuständigen Institutionen trugen dazu bei, dass heute das entstehen konnte, wovon Johannes Schrey träumte und das er leider nicht mehr miterleben konnte.

Im Jahre 1987 hatte Johannes Schrey, der Vorsitzende der Ortsvereinigung Lebenshilfe Viernheim, erstmals den Traum vom Bau einer Wohnstätte für Menschen mit geistiger Behinderung gehabt und begann, diesen Traum kontinuierlich in die Tat umzusetzen. Das neue Haus trägt in den Grundzügen seine Handschrift, denn ohne seine Vorarbeit bis zu seinem Tod am 18. März 1997 wäre niemals das entstanden, worüber sich heute 24 behinderte Menschen freuen können.

1994: In diesem Jahr erfolgte der Kauf des Grundstückes „Am Birkenwäldchen.“ Das Grundstück wurde vom Land Hessen zur Verfügung gestellt und von der Behindertenhilfe Bergstraße (BBH) als potenziellem Träger erworben. Die Mittel in Höhe 600.000 Mark hierfür wurden von der Lebenshilfe Viernheim aus Spendenmitteln erbracht.

1997: Am 18. März verstarb der Initiator Schrey. Seine Nachfolger im Vorstand mit dem 1. Vorsitzenden Jürgen Walther setzten sich unermüdlich weiter für die Verwirklichung ein. Bei der Mitgliederversammlung der Behindertenhilfe Bergstraße (früherer geplanter Träger) im Mai 1997 wurde den Vertretern der Lebenshilfe Viernheim mitgeteilt, dass der angedachte Baubeginn in Viernheim aus verschiedenen Gründen in naher Zukunft nicht absehbar sei. Als frühester Termin für einen Baubeginn wurde das Jahr 2003 genannt. Daraufhin beschloss die Lebenshilfe Viernheim im August, die Zusammenarbeit mit Hephata Hessisches Diakoniezentrum e.V. aufzunehmen.

1999: Im September wurde der Kooperationsvertrag zwischen Hephata und der Lebenshilfe Viernheim unterzeichnet und am 27. Oktober der Bauantrag gestellt.

2000: Am 20. Juni wurde die Baugenehmigung erteilt und bereits am 3. Juli mit dem Bau begonnen. Nur wenige Monate später, am 17. November, feierte die Lebenshilfe Viernheim und der Träger „Hephata“ mit vielen Spendern und zahlreichen Gästen Richtfest und Grundsteinlegung.

2001: Nach nur knapp 13 Monaten Bauzeit ist der Bau fertig gestellt. Am 25. August fand eine große Einweihungsfeier im Beisein von Politikern, Ehrengästen und Viernheimer Bürgern statt

2001: Im November beziehen die ersten Bewohner ihr neues Zuhause. In der Folgezeit wird das Angebot kontinuierlich um Kurzzeitpflege und Betreutes Wohnen erweitert.

2005: Unser Kooperationspartner und Träger des Hauses „Hephata“ erweitert das Angebot im Johannes-Schrey- Haus. Seit September steht eine Tagesstätte zur Verfügung. Hier werden erwachsene Menschen betreut und gefördert, die nicht in einer Werkstatt für behinderte Menschen arbeiten können. Ebenso gilt dieses Angebot für Menschen mit einer geistigen oder mehrfachen Behinderung die bereits im Ruhestand sind.

2004: Die Lebenshilfe hat begonnen einen Teil des Gartengeländes „Birkenwäldchen“ zu gestalten, neben Sinnesweg, Kräuterschnecke, einer Platzgestaltung mit Sitzmöglichkeiten sowie der Wegführung durch den Garten und verschiedenen Bepflanzungen wurde ein schöner Ort zum Verweilen und Entspannen errichtet.

2005: Im Frühjahr erfolgt der Bau einer Grillstätte, darüber hinaus wurden eine Wasserpumpe installiert und mehrere Wasseranschlüsse verlegt. Darüber hinaus hat die Lebenshilfe mit dem Kauf eines größeren Tisches und zwei 2 Bänken weitere Sitzmöglichkeiten geschaffen.

2008: Kann die Lebenshilfe eine kompetente und erfahrene Holzbau-Fachfirma zum Bau eines tollen Pavillons gewinnen. Es entsteht eine Überdachung des zentralen Gartenplatzes somit ist auch ausreichender Schattenschutz gewährleistet und den Bewohnern steht ein schöner „Sommerfestplatz“ zur Verfügung. Die Gartenpflege des Bereiches „Birkenwäldchen“ wird von der Lebenshilfe ehrenamtlich durchgeführt.

2011: Die Bewohner können auf 10 Jahre Leben und Wohnen im Johannes Schrey Haus zurückblicken.